05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
 29. Mai 2017
Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
 05. April 2017
Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
 16. März 2017
Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.
Stethoskop
Was ist ein Stoma?
Ein Stoma ist eine operativ angelegte künstliche Körperöffnung, die zum Beispiel aufgrund einer Krebserkrankung notwendig werden kann.
Was ist ein Stoma

Was ist ein Stoma?

Das Wort Stoma leitet sich aus dem Griechischen her und bedeutet Mund oder Öffnung. Medizinisch steht es
für eine künstliche Körperöffnung, die operativ geschaffen worden ist. Ein solches Stoma kann dauerhaft oder auch nur für kurze Zeit angelegt werden.

Verschiedene Stomatypen

Das Stoma kommt besonders häufig bei bestimmten Krebsformen wie zum Beispiel Blasenkrebs oder Darmkrebs vor. Die wesentlichen Stomatypen sind:

  • Urostoma (künstliche Ableitung des Urins, vor allem bei Blasenkrebs oder schwerem
    gynäkologischem Krebs)
  • Kolostoma oder Ileostoma (künstlicher Darmausgang, vor allem bei Darmkrebs)

Das Kolostoma bezeichnet im engeren Sinne den Dickdarmausgang und kommt besonders häufig bei Darmkrebs vor. Seltener kommt das Ileostoma vor, das den Inhalt des Dünndarms durch die Bauchdecke
nach außen leitet. Letzteres wird vor allem bei Dickdarmkrebs oder anderen schweren Veränderungen des
Darms eingesetzt. Insgesamt sind die Gründe für das Legen eines Stomas vielfältig. Alle Gründe haben aber gemeinsam, dass sich der Gesundheitszustand ohne das Anlegen eines Stomas verschlechtern würde.

Gewöhnung an das Stoma

Der operative Eingriff, der mit dem Anlegen eines Stomas verbunden ist, ist meist recht aufwendig. Die Betroffenen brauchen eine lange Zeit, um sich davon zu erholen und an den neuen Ausgang zu gewöhnen.
In der Regel wird schon in der Klinik mit der Gewöhnung begonnen. Auch in der Rehabilitation gibt es Maßnahmen, damit die Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma lernen.

Die Psyche muss sich ebenfalls an den Fremdkörper gewöhnen. Das Tragen eines Stomas kann Ängste verursachen, zum Beispiel mit dem Stoma aufzufallen, angeschaut zu werden oder bei Freunden, Kollegen oder anderen Bekannten auf negative Reaktionen zu stoßen. Mit einem Kolostoma oder einem Urostoma
wird oft die Angst des Auslaufens und Riechens verknüpft. Beratungsstellen wie zum Beispiel die regionalen Krebsberatungsstellen bieten Patienten und Angehörigen eine Hilfestellung bei solchen Ängsten und Schwierigkeiten. Auch Selbsthilfegruppen, die den Kontakt mit anderen Betroffenen ermöglichen, sind
hier von Nutzen.

Stomaversorgung und Beutelsysteme

Bei einem Urostoma, Ileostoma oder Kolostoma können sowohl verschiedene Beutelsysteme als auch Stomaversorgungen infrage kommen. Stomaversorgungen gibt es ein- oder zweiteilig:

  • Beim zweiteiligen System wird ein dicht haftender Ring aus Kunststoff an der Basisplatte angebracht,
    an dem der Stomabeutel befestigt wird. Durch den eingesetzten Filter kann kein Geruch entweichen.
    Diese Variante hat den Vorteil, dass Beutel und Basisplatte unabhängig voneinander gewechselt
    werden können.
  • Beim einteiligen System sind Basisplatte und Beutel zusammengefügt und können somit nur
    gemeinsam ausgetauscht werden.

Beutelsystem StomaDarüber hinaus gibt es offene und geschlossene Beutel.
Vor allem beim Kolostoma werden meist geschlossene Beutel verwendet. Diese werden, nachdem sie gefüllt sind, entsorgt und ein neuer Beutel wird angebracht. Offene Beutel lassen sich am unteren Ende öffnen und können auf diese Weise entleert und erneut verwendet werden. Sie kommen vor allem beim Ileostoma oder Urostoma zum Einsatz.

Fedor Singer

 05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
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Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
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Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
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Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.