05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
 29. Mai 2017
Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
 05. April 2017
Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
 16. März 2017
Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.
Stethoskop
Ursächliche Krankheiten für ein Stoma
Zu den Erkrankungen, die ursächlich für ein Stoma sein können, zählen Darmkrebs, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Blasenkrebs.
Was ist ein Stoma

Ursächliche Krankheiten für ein Stoma

Zu den häufigesten Erkrankungen, die ein Stoma erforderlich machen, zählen Darmkrebs, Blasenkrebs, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa.

Ein Stoma kann bei Darmkrebs notwendig werden

Bei Darmkrebs kommt es zur Bildung bösartiger Krebsgeschwüre, die in 95 Prozent aller Fälle im Dickdarm oder Enddarm entstehen. Allerdings kann Darmkrebs auch in allen anderen Teilen des Darms wachsen. Krebs im Dünndarm ist seltener. Krebs im Dick- und Enddarm gehört zu den soliden Tumoren. Das heißt, sie haben ihren Ursprung in den Zellen eines einzelnen Organs. Im Unterschied dazu entstehen zum Beispiel Leukämien und Lymphome im ganzen Körper, weil sich die Krebszellen über den Blutkreislauf oder die Lymphbahnen ausbreiten. Aber auch solide Tumoren können streuen: Einzelne Krebszellen sondern sich vom Karzinom ab und wandern in andere Körperregionen, wo sie sich erneut ansiedeln und Tochtergeschwülste (Metastasen) erzeugen können. Darmkrebs geht in den meisten Fällen von der Darmschleimhaut aus, die das Darminnere auskleidet, genauer von deren Drüsenzellen. Man spricht hier von Adenokarzinomen. Wesentlich seltener treten Darmtumoren auf, die von anderen Geweben im Darm ausgehen.

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine Erkrankung, die meist im Darm Probleme bereitet, indem sie dort eine chronische Entzündung verursacht. Das Abwehrsystem richtet sich gegen den eigenen Körper und verursacht die chronische Entzündung des Darms. Beschwerden wie andauernder Durchfall und Schmerzen im Bauchbereich können darauf hindeuten. Morbus Crohn kann allerdings in allen Abschnitten des Verdauungssystems auftreten – angefangen vom Mund bis hin zum Enddarm bzw. After. Meist findet sich die Krankheit aber im Endbereich des Dünndarms (Ileum) oder im oberen Teil des Dickdarms (Kolon). Wenn der letzte Teil des Dünndarms und der Blinddarm betroffen sind, spricht man von Morbus Crohn mit Ileozökalbefall. Man spricht von Morbus Crohn bei einem Befall von Teilen des Dickdarms oder des gesamten Dickdarms.

Während sich bei Colitis Ulcerosa nur die oberflächliche Darmschleimhaut entzündet, betrifft Morbus Crohn oft auch die tieferen Schichten. Die Ursachen sind noch unklar. Es gibt allerdings familiäre Häufungen, sodass man genetische Aspekte mitverantwortlich macht. Auch Umwelteinflüsse wie Rauchen können eine Rolle spielen. Psychische Probleme können den Verlauf von Morbus Crohn unter Umständen negativ beeinflussen.

Colitis Ulcerosa

Colitis Ulcerosa ist eine Krankheit, die im Dickdarm (Kolon) angesiedelt ist. Sie ist chronisch und tritt meist in Schüben auf. Das heißt, es gibt sowohl beschwerdefreie Phasen als auch Phasen, in denen verstärkt Symptome auftreten. Durch Colitis Ulcerosa entstehen Geschwüre und Entzündungen in der inneren Schicht der Schleimhaut des Kolons. Die Entzündung der Schleimhaut des Darms fängt im Mastdarm an und breitet sich dann in den Dickdarm aus. Im Gegensatz zu Morbus Crohn weitet sich Colitis Ulcerosa nicht über den Anfang des Dickdarms oder den Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm hinaus aus. Typische Symptome sind häufiger Durchfall mit schleimigem Blut, Schmerzen im linken Unterbauch, ständiger Stuhldrang, erhöhte Körpertemperatur und körperliche Schwäche. Seltener treten Veränderungen der Haut auf, Schwellungen von Gelenken und Entzündungen an den Augen. Machmal können Patienten mit Colitis Ulcerosa monate- oder jahrelang beschwerdefrei leben, in anderen Fällen treten die Schübe öfter auf. Zur Behandlung können Medikamente oder eine Operation erforderlich werden.

Blasenkrebs als ursächliche Krankheit für ein Stoma

Blasenkrebs ist ein bösartiger Krebs in der Harnblase, der oft in vorgerücktem Lebensalter entsteht. Bei Männern im Durchschnitt mit 74 Jahren, bei Frauen mit 76, wobei Männer häufiger an Blasenkrebs erkranken als Frauen. Jährlich treten rund 16.000 neue Fälle von Blasenkrebs in Deutschland auf. Der Ursprung für den Krebs liegt meist in der Schleimhaut der Blase. Rauchen ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs. Zu den Beschwerden zählt die schmerzlose Blutung aus der Blase, wobei der Urin sich rötlich oder bräunlich verfärbt. Ebenfalls ein Symptom ist starker Harndrang mit geringer Urinausscheidung. Dies kann aber auch auf eine Blasenentzündung hindeuten. Wie bei vielen anderen Formen von Krebs hängen die Heilungschancen stark davon ab, wie früh oder spät der Krebs entdeckt wird.

Fedor Singer

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