05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
 29. Mai 2017
Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
 05. April 2017
Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
 16. März 2017
Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.
Stethoskop
Verdauungs- und Harnsystem
Funktioniert das Verdauungs- oder Harnsystem bedingt durch eine Operation oder Erkrankung nicht mehr einwandfrei, muss unter Umständen ein Stoma gelegt werden.
Was ist ein Stoma

Verdauungs- und Harnsystem

Um zu verstehen, was ein Stoma ist und warum es notwendig wird, ist es wichtig zu wissen, wie das Verdauungssystem und das Harnsystem aufgebaut sind und welche Aufgaben die einzelnen Organe übernehmen.

Verdauungssystem

Das menschliche Verdauungssystem beginnt streng genommen nicht erst im eigentlichen Magen-Darm-Trakt, sondern schon im Mund. Dort wird die Nahrung mithilfe der Zähne zerkleinert und mithilfe des Speichels vorverdaut. So entsteht ein flüssiger Speisebrei. Dieser wird über die Speiseröhre, die ein muskulöser Schlauch ist, in den Magen geleitet. Hier wird der Nahrungsbrei angesammelt und mit dem Magensaft zersetzt. Der Magen zieht sich dabei zusammen und dehnt sich wieder (Kontraktionen). So wird die Nahrung durchgeknetet. Nun ist der Speisebrei dünnflüssig und gelangt in den Zwölffingerdarm. Hier wird die Magensäure neutralisiert und Galle (die in der Leber hergestellt wird) und Flüssigkeit aus der Bauchspeicheldrüse kommen hinzu.

Anschließend gelangt die Masse in den Dünndarm, wo diese in Nährstoffe und Abfallprodukte aufgespalten wird. Die verdauten Stoffe werden im Dünndarm (und auch schon im Zwölffingerdarm) durch die Darmwand in die Blutbahn aufgenommen und in die Organe und Körperregionen befördert, wo sie gebraucht werden.

Im Dickdarm wird der unverdaubare Rest durch Darmbakterien zersetzt. Zum Schluss wird den Nahrungsresten das Wasser entzogen, sodass eine feste Masse entsteht, die mithilfe von Schleim abtransportiert wird. So entsteht der relativ feste Kot, der über den Enddarm ausgeschieden wird. Wenn nun eine schwerwiegende Erkrankung – meist im Bereich des Darms – vorliegt, kann dieser Prozess unter Umständen nicht mehr einwandfrei funktionieren. Ein Stoma hilft dabei, den Kot über eine künstliche Körperöffnung durch die Bauchdecke auszuscheiden, unter Umgehung bestimmter Teile des Darms.

Harnsystem

Das Harnsystem besteht aus den Nieren, den Harnleitern, der Blase und der Harnröhre. Die Nieren liegen auf beiden Seiten des Körpers neben der Wirbelsäule und sind geformt wie eine Bohne. Sie sind filternde Organe, produzieren Hormone und regeln den Blutdruck. Die Nieren filtern Wasser, Mineralstoffe und Abbauprodukte des Stoffwechsels aus dem Blut heraus. Jeden Tag filtern die Nieren rund 170 Liter Primärharn, eine Form von noch unkonzentriertem Harn, aus dem Blut, wovon aber nur ein bis zwei Liter als Urin über die Harnröhre ausgeschieden werden. Der restliche Teil wird wieder in den Kreislauf des Blutes zurückgeführt.

Der Urin fließt über Nierenbecken und Harnleiter in die Harnblase, die ein Hohlorgan ist. Die Harnblase ist von starken Muskeln umgeben. Wenn sich ca. 250 ml Urin gesammelt haben, entsteht Harndrang, wobei aber bei gesunden Menschen die Schließmuskeln der Harnblase weiterhin die Blase verschließen. Bei 350–500 ml Urin in der Blase wird der Drang unangenehm. Den Mechanismus der Entleerung der Blase können gesunde Menschen kontrollieren: Der Harnblasenmuskel zieht sich zusammen und der Schließmuskel erschlafft. So fließt der Urin über die Harnröhre ab. Bei Blasenkrebs kann ein Stoma notwendig werden, wenn die Blase operativ entfernt werden muss. Dabei wird der Urin unter Umgehung der Blase durch die Bauchdecke nach außen geleitet.

Fedor Singer

 05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
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Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.